Erweiterung des Teilvorhabens IB Nachhaltigkeit & Ressourceneffizienz: Gartengestaltung mit Zukunft

Bis 2030 läuft die von den Vereinten Nationen ausgerufene „Aktionsdekade“ für nachhaltige Entwicklung. Es ist ein entscheidendes Zeitfenster, um globale Herausforderungen anzugehen – vom Klimawandel bis zur Ressourcenschonung. Damit diese Ziele nicht nur Vision bleiben, braucht es konkrete Projekte, die Nachhaltigkeit im Alltag erlebbar machen. Genau hier setzt der IB Nachhaltigkeit & Ressourceneffizienz an, ein zentrales Teilvorhaben der Offenen Digitalisierungsallianz Pfalz II.

Mit dem neuen Arbeitspaket N7: „Ökobilanz-inspirierte Gartengestaltung in Zeiten des Klimawandels“ erweitert der IB sein Portfolio um einen spannenden Ansatz: Gärten als Orte des Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel.

Warum Gärten?

Gärten sind mehr als nur grüne Oasen. Sie sind kleine Ökosysteme, die sowohl zum Klimawandel beitragen können – z. B. durch den Einsatz bestimmter Materialien – als auch Potenzial haben, ihn durch Anpassung abzumildern. Entscheidend ist, wie sie gestaltet sind.

Das neue Arbeitspaket greift deshalb das Instrument der Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment) auf: Untersucht wird, welche ökologischen Auswirkungen verschiedene Gartenelemente – von Pflastersteinen bis hin zu Pflanzenauswahl – auf Boden, Wasser und Luft haben. So lassen sich Wege aufzeigen, wie Gärten künftig klimaresilient gestaltet werden können.

Landesgartenschau 2027: Forschung trifft Öffentlichkeit

Ein Höhepunkt des Projekts wird die Landesgartenschau 2027 in Neustadt an der Weinstraße sein. Unter dem Motto „Cradle to Cradle“ bietet die Veranstaltung eine ideale Plattform, um die Ergebnisse der Ökobilanzierungen sichtbar und erlebbar zu machen.

Geplant ist eine digitale Aufbereitung der Forschungsergebnisse, die Besucherinnen und Besucher interaktiv informiert. Ziel ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch zu Verhaltensänderungen zu motivieren: Wie kann mein eigener Garten klimaresilienter werden? Welche Materialien oder Pflanzen sind ökologisch sinnvoll?

Mit bis zu 800.000 erwarteten Gästen bietet die Landesgartenschau eine enorme Reichweite, um Nachhaltigkeit aus den Hochschullaboren direkt in die Gesellschaft zu tragen.

Maßnahmen im Überblick

Mehr als ein Projekt: Ein Beitrag zur Zukunft

Arbeitspaket N7 ist ein klarer Baustein im strategischen Ziel, regionale Akteur*innen beim nachhaltigen Wirtschaften zu unterstützen (VZ1). Es trägt dazu bei, das Transferprofil (VZ4) zu stärken und den gesellschaftlichen Diskurs zu Nachhaltigkeit (VZ5) aktiv mitzugestalten.

So entsteht ein praxisnaher Beitrag zur Frage:
Wie können wir unsere Gärten so gestalten, dass sie Teil der Lösung – und nicht Teil des Problems – im Klimawandel sind?

Wir freuen uns darauf, diesen Prozess gemeinsam mit der Landesgartenschau 2027 Neustadt an der Weinstraße gGmbH und allen beteiligten Partnern zu gestalten.

Kontakt:
Rebekka Morath
E-Mail: rebekka.morath(at)rptu.de